Wie gesagt waren wir von Montag bis Donnerstag dieser Woche auf einer Reise nach Helsinki und nun komm ich endlich auch dazu, ein bisschen was darüber zu schreiben.
Die Reise begann Montag mittags mit einer Zugfahrt nach Stockholm. Dort kennen wir uns ja jetzt schon super aus und so ging es weiter mit der Tunnelbana (U-Bahn) und zu Fuß zum Vikingline-Terminal, wo wir auf der M/s Gabriella eincheckten. Wir haben natürlich die günstigste verfügbare Kabine genommen, diese hatte sogar ein eigenes Bad, also eine Fährkabine wie wir sie schon kannten, nur dass sie am zweiten Deck (man zählt von unten), dem so genannten Ankerdeck lag. Darüber befinden sich noch neun andere Decks, inklusive dem Auto- und LKW-Deck. Und es ist eben etwas lauter, da die Maschinen auf der selben Ebene sind… Ich bin nachts ein paar Mal aufgeschreckt, da die Maschinen in Kurven sehr merkwürdige Geräusche von sich gaben, ansonsten war’s okay. Vor dem Schlafengehen gönnten wir uns noch einen Drink und etwas Unterhaltung im Fun Club, einer Lokalität mit Tanzband. Und wisst ihr, was ich da getrunken hab? Alle Scrubs-Fans aufgepasst – einen Appletini!
Großartiges Getränk! Und definitiv „for straight guys“. 

Ansonsten alles relativ unspektakulär – zumindest für uns abgebrühte Fährreisende.
Immer wieder erstaunlich finde ich allerdings die alten Leute, die sich im Duty Free mit literweise Hochprozentigem eindecken, aber die sind ein anderes Kapitel…
Dienstag früh kamen wir in Helsinki an und es regnete. Aber als gute Reiseleiterin habe ich ein Hostel in der Nähe des Fährterminals gebucht, das wirklich nur ein paar Gehminuten entfernt war und quasi vor der Haustür war auch ein Straßenbahnhaltestelle Richtung Innenstadt. Wir haben uns gleich mal die Helsinki-Card besorgt – sehr empfehlenswert! Damit kann man alle Öffis benutzen und hat zu den meisten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen freien Eintritt oder kriegt zumindest Ermäßigung.
Was macht man am besten bei Regenwetter – genau, ins Museum gehen. Unsere erste Station hieß also Finnisches Nationalmuseum. Durchaus interessant und sehr gut besucht – mir war es teilweise fast ein bisschen zu laut… Danach stiegen wir mitten in der Stadt aus der Bim aus und bummelten ein bisschen. Ein absolutes Highlight – der Nokia Flagship Store (und hier)! Sehr lässig eingerichtet und sämtliche neue Spielereien von Nokia zum Ausprobieren – da wurde natürlich gleich mal auf einem E61 online der Wetterbericht für Mittwoch und mein Email-Posteingang gecheckt.
Als Souvenir gab’s dann ein Foto von Martin und mir, aufgenommen mit einem Camcorder mit 3.2 Megapixel Zeiss-Optik mit dem man nebenbei auch noch telefonieren kann und über Bluetooth auf einem HP-Fotoprinter ausgedruckt.
Hatte schon lange kein richtiges Foto von uns beiden mehr in der Hand…
Danach waren wir noch bei Stockmann, einem riesigen traditionsreichen Kaufhaus, wo wir (als Helsinki-Card Inhaber) ein kleines Überraschungsgeschenk bekamen – Mumin-Schlüsselanhänger aus Holz, sehr nett! Vor allem in der „Souvenirabteilung“ gab es sehr viele Mumin-Artikel und auch sonst einige lustige „typisch finnische“ Sachen. Vor allem die Filzhüte haben mich schon sehr gereizt, wobei wir am Mittwoch in einem kleinen „Finnish Handicraft“-Geschäft noch einen tolleren mit Katzenohren entdeckt hätten. 65 Euro für eine Filzmütze sind mir aber dann doch zu viel…

Schließlich wurde noch Frühstück eingekauft und nachdem ich Martin aus einem Plattenladen wieder heraußen hatte, gNachdem wir im Eurohostel unser Zimmer bezogen hatten (sauberes Zweibettzimmer, Dusche und Klo am Gang, günstig
), gingen wir Essen ins Zetor – Finnlands Restaurant für glückliche Traktorfahrer!
Ordentliche Portionen zu fairen Preisen, alles sehr deftig und original finnisch – lecker!

Nach dem Essen (ich war so voll!) ging es weiter auf eine Rundfahrt mit der Tram 3. Lustige Sache – diese Straßenbahnlinie kommt bei den meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei und dazu gibt es sogar ein Begleitheft, in dem zu fast jeder Haltestelle etwas steht. Ich wollte unbedingt ins Linnanmäki, Helsinkis Tivoli. Dort habe ich mir eine Fahrt mit dem Raketti gegönnt. Die Einzelfahrt war leider relativ teuer, aber eine Tageskarte hätte sich einfach nicht ausgezahlt (für sowas müsste ich meine Schwester Monika dabei haben
). War trotzdem lustig und ich hatte einen tollen Ausblick über Helsinki.
Den nächsten Zwichenstop machten wir beim Sibelius Monument – einer der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten Finnlands. Jean Sibelius war quasi Finnlands Nationalkomponist. Das Monument ist wirklich beeindruckend, vor allem war es sehr nett, da wir kurz vor Sonnuntergang dort waren – gegen 22 Uhr!

Schließlich wurden wir auch müde und fuhren zurück zum Hostel.